Sonntag, 9. März 2014

Nichts haben - aber alles besitzen wollen

Ich schreibe Texte, kostenlos erfährt man meine Gedanken, mein Schicksal, meinen Werdegang. Ich bin ein Multitalent im Bereich der Schriftstellerei, sehe Texte wie Bilder, die bereits im Vorhinein in meinem Kopf entstanden sind. Ich bin Künstler, Spieler und Phantom zugleich. Es wurde hin und wieder spekuliert, wie ein einzelner so viele Bücher auf einmal schreiben kann. Es hieß einmal sogar, dass mehrere Menschen unter dem Pseudonym „M.Trojan“ schreiben würden. Ich schreibe womöglich schneller als viele andere, weil ich viel zu sagen habe. 3 Bücher pro Jahr sind meiner Meinung nach nicht wirklich viel, ich könnte 10 davon schreiben. Doch die Message muss gut durchdacht sein, nur deshalb findet nicht jedes meiner Bücher den Weg in die Öffentlichkeit. Die Menschen können über mich denken, was sie wollen. Aber man sollte dadurch nicht den Blick fürs wesentliche verlieren. Ich bin nicht als Feind zu betrachten, selbst dann nicht, wenn es diverse Gegner von mir behaupten. Das Einzige, was mich zu meinen Kritikern unterscheidet ist das, dass ich meine Kriege alleine austrage.

Wenn Menschen den Glauben vertreten, ich sei an allem schuld, dann ist dies keine Problemlösung, sondern ein gezieltes Ablenken vom wahren Problem. Ehre, Stolz und der andere Dreck, den jeder behauptet, aber sich selbst niemals daran hält. Was ist Ehre? – Keiner kann es mir sachlich darstellen. Was ist Glaube und was Gerechtigkeit? Die Menschen glauben immer nur das, was ihnen andere glaubhaft erzählen. Ich passe wohl nicht in deren Sinnbild, weil ich eigene Gedanken, einen eigenen Glauben und eine andere Wahrnehmung von Ehre besitze. Glaube an das, was wirklich wichtig ist, nicht an das, was dir ein Möchtegern-Heiliger predigt. Wir könnten alles erreichen, doch lieber setzen wir uns selbst Grenzen, anstatt frei leben zu können. Wir eifern Geld und anderem Reichtum nach, obwohl man beides nicht benötigt, um Glücklich werden zu können. Wir haben den Blick für das Richtige verloren und deshalb verstecken wir uns hinter den Wörtern: Mut, Ehre, und Stolz.


Deutsche Wurzeln, deutsches Blut – und dennoch fühle ich mich fremd in dieser Gesellschaft, die nur  zwei Wörter benötigt, um Menschen zu beschreiben: Integration und Migration. So oft wird die Demokratie betont und jeden Tag, wird dennoch unterschieden. Der Mensch spielt plötzlich Gott, er ergreift besitz, obwohl er es nicht erschaffen hat. Wir denken tatsächlich, uns würde ein Land gehören, obwohl wir es nur besetzt haben. Mit der Menschheit geht es bergab, nicht weil dies durch eine höhere Macht bestimmt wurde, sondern weil wir dazu neigen, uns selbst zu viele Grenzen zu setzen. Wir ergreifen von allem und jedem besitz, wir wollen Dinge erzwingen, die uns weder gehören, noch werden wir diese jemals besitzen – aber Hauptsache der Rubel rollt, solange man eine Illusion aufrechterhalten kann, interessiert es die Menge nicht, denn das Leid anderer ist nicht das Eigene. Es ist doch so, wenn du alles hast, dann vertrittst du plötzlich die Meinung, niemanden zu brauchen. Hast du jedoch nichts, dann erwartest du die Hilfe von anderen. Man hofft und betet auch nur dann zu Gott, wenn man nichts hat. Wir sagen nur dann Bitte und Danke, wenn es uns persönlich weiter bringt. Wir wurden so berechenbar, dass ein paar Wörter genügen, um uns umzustimmen. Wir glauben an nichts, weil wir nicht mehr darüber nachdenken, wir glauben zu wissen, weil andere es behaupten.

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