Sonntag, 9. März 2014

Nur ein Schritt

Frieden war nie eine Option, die Dinge totschweigen nie eine Alternative. Die Menschen sehen mich an und in einem Sekundenbruchteil be- oder verurteilen mich diese. Meine Bücher sind vielen Menschen ein Dorn im Auge, nicht weil der Inhalt ein Problem darstellt, sondern weil ich anscheinend eines bin. Ich würde mir wünschen, dass die Menschen meine Bücher unparteiisch betrachten, lesen und erst im Nachhinein darüber richten. Man sollte meine Zeilen niemals als außenstehende Person lesen, sondern als Betroffener mitfühlen indem man sich in die Situation hineinversetzt. Was wäre, wenn du Spieler wärst? Was ist, wenn man deine Fehler, gegen dich verwendet? Was geschieht, wenn dir niemand mehr helfen möchte bzw. wird? Was wäre wenn – diese Frage möchte ich versuchen zu erklären. Die Menschen vergessen bei einer Sucht einen wichtigen Aspekt, man ist selbst immer nur einen Schritt davon entfernt, selbst süchtig von etwas zu werden. Der Süchtige unterscheidet sich nur bedingt vom Nicht-Süchtigen, während der Süchtige einen Schritt davon entfernt ist, auszusteigen, ist der Nicht-Süchtige einen Schritt davon entfernt, in eine Sucht einzusteigen. Du siehst also, es geht verdammt schnell vonstatten und es wäre falsch, etwas zu verurteilen, nur weil man womöglich nicht selbst davon betroffen ist.


Spielautomatensucht, Automatenspielsucht – Wir gaben einer Sucht einen passenden Namen, aber ein Name reicht nicht aus, um die Gefährlichkeit aufzuzeigen, die aus dieser besagten Sucht hervorgeht. Die Spielsucht an Automaten zerstört auf lange Sicht alles, du verspielst dein Haus, dein Auto, deine Familie und alles, was damit in Verbindung steht. Am Ende gewinnt die Bank – so oder so, du verlierst. Nicht weil du Pech hattest, du verlierst, weil das System auf Verlust basiert. Als Spieler sah ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, als Spieler verliert man den Bezug zur Realität. Egal was du angeblich gewinnst, es ist im Vergleich zu dem was du verlierst, einfach nichts. Man betont nahezu immer nur den Gewinn, aber der Verlust wird immer schön brav verschwiegen. Klar, wenn man nur ein einziges Mal die Wahrheit sagen würde, könnte jeder Mensch erkennen, dass dies kein harmloses Spiel mehr ist, sondern ein eiskaltes System, das nichts dem Zufall überlässt. Ich verstehe voll und ganz, dass man sich eine Sucht nicht eingestehen möchte, weil das Scharmgefühl anfangs sehr groß wirkt, aber dies ist der falsche Gedanke. Du wirst an der Wahrheit nicht zu Grunde gehen, selbst wenn es schmerzt, erkenne die Sucht – und Handle dementsprechend. 

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