Dienstag, 15. Juli 2014

Selbsthilfe | Automatenspielsucht

Mit meinem ersten Buch setzte ich einen Grundstein, ich sprach ein Machtwort und die Spieler, Angehörigen und Außenstehende zeigten sich erschüttert. Es gab hunderte Bücher über Spielsucht, hunderte Bücher beschrieben das Phänomen, warum ein Mensch süchtig von etwas wird. Aber ich war der erste Selbstbetroffene, der aus eigener Erfahrung, gezeichnet von der eigenen Sucht das aussprach, was sich niemand wagte. Ich habe den ersten Selbsthilfe-Ratgeber im Bereich der Automatenspielsucht veröffentlicht und es wird Zeit, dass mir meine Ehre anerkannt wird. Bis heute habe ich nie etwas schöngeredet, bis heute spreche ich die Sprache der Spieler, bis heute gebe ich Spielern aus aller Welt eine Stimme. Meine Bücher lesen sich flüssig, deutlich und es wird schnell klar, wohin ich den Leser führen möchte, nämlich schnellstens aus der Sucht. In meinen Büchern gibt es keine ansteigende Spannung und der Gärtner wird auch nicht zum Mörder. Ich schreibe ab Satz Nummer 1 die Wahrheit, ich schreibe und beschreibe die Realität. Mag sein, dass sich gewisse Personen von mir kritisiert fühlen, es ist auch gut möglich, dass ich manchmal einen Nerv treffe, aber nichts ist grausamer als die Realität und es wird Zeit, dass dies verstanden wird. Ich schade Menschen nicht und wenn jemand die Meinung vertritt, ich würde lügen, dann kann ich daran nichts ändern. Ich habe nie versucht jemand die Zeit zu stehlen, alles was ich möchte ist Klarheit, in einer unklaren Zukunft herbeizuführen. Wenn du gerne spielst, dann spiele von mir aus weiter, ich werde dich davon nicht abhalten können. Aber wenn du den Weg aus der Sucht gehen möchtest, dann lies meine Bücher und du wirst erkennen, dass der Weg aus der Sucht immer da war, du hast ihn nur nie wahrnehmen wollen.

Seit über 20 Jahren begehen Spieler nach dem erkennen der Sucht immer wieder den Fehler, dass sie sich nicht helfen lassen wollen. Die Spielsucht treibt einen dadurch an den Rand der Verzweiflung. Suizidgedanken häufen sich, bis zu dem Zeitpunkt, bis man an nichts anderes mehr denken kann. Plötzlich wirkt alles einfacher, als den Weg aus der Sucht zu meistern. Genau dieses Denken stelle ich in Frage, denn jeder kann den Weg aus der Sucht gehen, man muss nur wissen, wie man Schritt für Schritt bewältigen kann. 


`© 2014 M.Trojan

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