Dienstag, 26. August 2014

M.Trojan


Wenn man Menschen aufgrund ihres Aussehens differenziert, sie belächelt und womöglich deshalb die dargestellten Fähigkeiten bezweifelt, dann ist nicht die besagte Person zu bezweifeln, sondern man selbst. Die Menschen sehen meine Maske und bezweifeln die Qualität bzw. Effektivität meiner Bücher, aber trage ich keine Maske und man erfährt von meinem Beruf, bekomme ich nur eines zu hören: „Du siehst gar nicht so aus, als würdest du Bücher schreiben“. Tja, wie muss man wohl aussehen, damit man in der Gesellschaft ernsthaft, glaubwürdig und politisch korrekt wirkt? Wir sagen bzw. behaupten, dass wir keine Vorurteile gegen jene welche haben, aber im Grunde haben wir genau diese Vorurteile jeden Tag, jede Stunde und jede Minute. 

Viele begreifen noch immer nicht, dass ich mit meiner Maske mit genau solchen Tabus brechen möchte. Die Menschen nennen sich Offen für alles und schreiben Nächstenliebe ganz groß, wo ist eure Offenheit, wenn ihr bereits bei einer harmlosen Maske anfangt, die Tatsachen in Frage zu stellen? 

Soll ich etwa ohne Maske ein lächelndes Selfie präsentieren, ist es das, was meine Bücher zum Bestseller machen wird? – Möglich. Aber dennoch werde ich nicht nachgeben, nicht aufgeben und auf keinen Fall werde ich eines tun, wie alle anderen werden. Nicht die Masse ändert etwas, sondern die Einzigartigkeit, die von der Masse nach und nach kopiert wird.


(c) 2014 - M.Trojan

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