Sonntag, 19. Oktober 2014

letzten Endes... ALLE

Parteien und letzten Endes die gesamte Politik hat es geschafft, dass wir die Wut in eine falsche Richtung lenken wollen. Arbeit wird plötzlich als etwas Gesellschaftsnotwendiges angesehen, wobei wir Exportweltmeister sind und so gesehen mehr arbeiten bzw. mehr produzieren, als wir nachweislich benötigen, oder wie es politisch betitelt wird, - als wir „verbrauchen“.

Bekommt ein Mensch also keine Arbeit, ist er laut Politik zu bedauern und durch gezielte mediale Darstellung, ist der Mensch ab diesen Zeitpunkt nichts mehr Wert. Sucht der Mensch eine Arbeit und bekommt keine, dann muss irgendjemand dafür die Schuld tragen, - niemals aber der Mensch selbst. Das wurde uns über 100 Jahre medial, aber auch politisch per Dauergehirnwäsche eingeflößt. Wer trägt die Schuld? Natürlich das, was in unseren Augen gegen die Norm spricht, - der Immigrant bietet die notwendige Angriffsfläche. Er ist ein Mensch wie Sie und ich, aber politisch und medial wird das Bild des kriminellen Hasspredigers und Arbeit(weg)nehmers, gezielt breitgetreten. Und genau das, ist ein extremer Widerspruch, der bisher nie direkt angesprochen wurde. Medien stellen einen Menschen mit Migrationshintergrund oftmals so dar, als sei er Opfer einer hassgeprägten und vorverurteilenden Gesellschaft, wobei es genau die Medien sind, die dieses Bild ins Leben gerufen hatten.

Mit gesundem Menschenverstand sollte man erkennen, dass es einfach nur eines ist, nämlich eine Lüge. Ein Immigrant nimmt dem „deutschen hartarbeitenden Bürger“ die Arbeit weg, man muss sich dies einmal auf der Zunge zergehen lassen. Ein Mensch mit womöglich schlechten Sprachkenntnissen, geringem Selbstwertgefühl und einer noch tragischeren Vergangenheit, nimmt dem Musterarbeiter aus gutem Hause die Arbeit weg. Oftmals haben beispielsweise Kriegsflüchtlinge nicht einmal einen Schulabschluss, geschweige denn können sie lesen und schreiben, trotz dessen behaupten viele, diese Menschen würden uns die Arbeit wegnehmen. Anscheinend ist die Angst wohl ziemlich groß, denn der Rassenhass wächst stündlich. Es ist fraglich, wie produktiv die Arbeit tatsächlich ist, wenn man angst hat, von jemand ersetzt zu werden, der nicht einmal der deutschen Sprach hörig ist. Wenn man jemanden die Schuld für die eigenen Ängste geben möchte, dann nur sich selbst, denn andere Menschen können nichts für das eigene Versagen. Wenn man im Leben scheitert, dann nur deshalb, weil man es zugelassen hat. Wenn man in der Arbeit ersetzt wird, dann nur deshalb, weil es jemand anderes besser, schneller und gewissenhafter erledigen kann. Suchen die Schuld niemals bei anderen, sondern nur bei sich selbst. Lassen Sie sich von Medien nicht in eine Richtung lenken, denn diese sagen bzw. berichten im Grunde nur das, was Sie in Ihrer Lage gerne hören würden. 


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