Sonntag, 23. November 2014

Aktuelle Fragen / Antworten

„Mir wurde in einer Suchtberatungsstelle geraten, ich solle mich von meinem spielsüchtigen Partner trennen. Ist solch ein Ratschlag normal?“
Sobald ein Suchtberater im Gespräch das Gefühl bekommt, dass eine sogenannte Co-Abhängigkeit bestehen könnte bzw. entwickelt wird, dann rät man zu diesem endgültigen Schlussstrich. Da es oftmals der Fall ist, dass sich der „nichtspielende Partner“ immer mehr in Richtung einer schwerwiegenden Depression bewegt. Genau deshalb wird Angehörigen oftmals dieser Ratschlag erteilt.

„Was ist eine Co-Abhängigkeit?“
Eine Co-Abhängigkeit ist auf keinen Fall zu unterschätzen, denn ähnlich wie eine Sucht, schleicht sie sich unbewusst aber systematisch ein und letzten Endes wird sie zumeist erst erkannt, wenn genügend Schaden angerichtet wurde. Bei der Co-Abhängigkeit unterstützt, deckt und finanziert der nichtspielende Partner, den Spieler. Der Partner spielt das Problem des Spielers herunter und behält immer im Hinterkopf, dass sich der Spieler ja ändern könnte. Der Partner hofft auf Besserung, lässt sie aber im Grunde nicht zu, da er dem Spieler sogar Geld gibt. Der Partner bemüht sich um den Spieler, und es dauert oftmals Jahre, bis die richtige Erkenntnis kommen wird. Der Spieler erkennt die Belastung des Partners nicht, genau deshalb wird sich auch nicht ändern, wenn der Partner weiterhin so tut, als sei alles in Ordnung.

„Gibt es eine Suchtvorbelastung?“
Ja die gibt es, allerdings sprechen wir hier von so genannten „Sucht-Faktoren“, diese sind; Erbbarkeit, individuelle Schwächen und die jeweilige Verfügbarkeit. Beispielsweise wird man in Regionen bzw. Freundeskreisen, wo häufig Alkohol getrunken wird, eher zum Alkoholiker, als zum Spieler. Ähnlich ist es, wenn Freunde bereits an Automaten spielen, oder wenn sich Automaten ständig in unmittelbarer Nähe befinden, letzten Endes wird man dadurch spielen bzw. einen Versuch wagen und genau ab diesen Zeitpunkt, ist man bereits gefährdet. Denn nur selten bleibt es beim ersten Versuch.  

„Wie viele süchtige Spieler gibt es in Deutschland?“
Man könnte hier den Medien glauben, die sich immer zwischen den Zahlen 200.000 und 400.000 pathologischen Spielern bewegen, oder man benutzt seinen Verstand und erkennt, dass diese Zahlen völlig veraltet und verharmlost wurden.
Es gibt keine glaubhaften Zahlen, da die Statistiken sehr veraltet sind und letzten Endes ist es mehr oder weniger nur eine Schätzung.

 „Wie erfolgreich bzw. erfolgversprechend sind deine Bücher?“
Jeder Spieler, dem ich helfen konnte, ist bereits ein Erfolg. Meine Bücher sind deshalb so erfolgreich, weil sie sich nicht an festgefahrene Verhaltensregeln klammern. Ihnen bringen weder Statistiken, noch irgendwelche Zahlen etwas. Die Sucht muss angesprochen, erkannt und isoliert werden, das ist  es, was wirklich zählt. Ein Therapeut oder Psychiater kann Ihnen eine Sucht natürlich sehr nahebringen, aber ich denke, dass nur ein Spieler wie ich nachvollziehen kann, wie es sich anfühlt, wenn man 500 Euro an einem etwas längeren Samstag verspielt. Ich erkläre Ihnen nicht, was die Sucht in Ihrem Gehirn auslöst (es wird der Richtigkeit halber aber dennoch kurz angesprochen), ich zeige Ihnen einen Weg aus der Sucht.

„Du bist eine regelrechte Größe in der Spielsuchtszene, wie reagierst du auf Kritiker und deren Vorwürfen?“
Wenn es glaubhafte Kritik ist, dann kann ich gut damit umgehen. Wenn jedoch meine Bücher negativ bewertet werden, weil ich polemische Texte verfasse, dann muss ich die Kritik bezweifeln, da es nichts mit dem Erfolg des Buches zu tun hat. Bei „Spielst du noch, oder verlierst du schon?“ wurde eine ähnliche negative Kritik geäußert, obwohl es sehr fragwürdig ist, wie ernst diese Bewertung gemeint ist, wenn jemand schreibt „zu polemisch, zu wenige psychologische Aspekte...“ – und ich im Buch jedoch betone: „...dieses Buch beinhaltet absichtlich weniger psychologische Aspekte und wird gezielt im polemischen Stil den Weg aus der Sucht beschreiben“. Es wurde auch einmal behauptet, ich hätte in ein Buch geschrieben „mit diesem Buch werden Sie nicht aus der Sucht kommen...“ was ebenfalls nicht in einer meiner Bücher zu finden ist. Man sollte als Spieler meine Bücher lesen, darüber nachdenken und dann kann man entscheiden, ob es den gewünschten Effekt erzielt hat, oder eben nicht. Ich kann keine Wunder vollbringen, aber ich werde nicht aufgeben, bis der letzte Spieler über sein Handeln nachdenkt. Denn genau das muss der Spieler erkennen, er muss sich mit seinen Taten auseinandersetzen, damit eine Sucht erfolgreich isoliert werden kann.

„Was sagen Glücksspielgrößen wie Gauselmann und Co. über Ihre Bücher?“
Ich weiß es nicht, aber ich mache mir darüber auch wenig Gedanken, mein Hauptaugenmerk liegt bei der Suchtbekämpfung und es ist mir egal, ob dies die Glücksspielindustrie, gut- oder weniger gut findet. Es muss aber auch einmal betont werden, dass ich die Hauptschuld nicht bei der Glücksspielindustrie suche, sondern dem Staat zuweise, da er das alleinige Staatsmonopol im Bereich des Glücksspiels besitzt und somit auch die Verantwortung tragen MUSS. 

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Unversucht. Ratgeber für ein Leben ohne Automatenspielsucht
ISBN-13: 978-3-95744-173-7
1. Auflage 2014
Engelsdorfer Verlag
Sprache: Deutsch
Taschenbuch, Format: 19x12
163 Seiten
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Unversucht 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 364 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: Engelsdorfer Verlag; Auflage: 1 (17. Juli 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00M8HL6J2>>Hier gelangen Sie zum Buch<<




Spielst du noch, oder verlierst du schon?
ISBN-13: 978-3-95488-750-7
1. Auflage 2014
Engelsdorfer Verlag
Sprache: Deutsch
Paperback, Format: 21x15
309 Seiten, 3 farb. Abb.
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Spielst du noch, oder verlierst du schon? EBOOK
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 736 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 281 Seiten
Verlag: Engelsdorfer Verlag; Auflage: 1 (9. April 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00KI1QCZ8
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Spielautomatensucht - Der Weg des Spielers
ISBN-13: 978-3-95488-486-5
1. Auflage 2013
Engelsdorfer Verlag
Sprache: Deutsch
Paperback, Format: 21x15
291 Seiten, zahlr. sw. Abb.
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Spielautomatensucht - Der Weg des Spielers  | EBOOK
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1120 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 258 Seiten
Verlag: Engelsdorfer Verlag; Auflage: 1 (11. Oktober 2013)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00KC68FAY

Wer Gewinnt, wenn du verlierst?
ISBN-13: 978-3-86901-925-3
1. Auflage 2010
Engelsdorfer Verlag
Sprache: Deutsch
Taschenbuch, Format: 19x12
111 Seiten, zahlr. fbg. und sw. Abb.





Auszahlung - Ein Spieler drückt STOP(P)!
ISBN-13: 978-3-86268-620-9
1. Auflage 2011
Engelsdorfer Verlag
Sprache: Deutsch
Taschenbuch, Format: 19x12
153 Seiten
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(c) 2014  - M.Trojan

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