Donnerstag, 18. Dezember 2014

Herr Sebastian Edathy,

uns ist nicht entgangen, dass Sie sich derzeit der Pressewelt zur Schau stellen und laut vereinzelten Medien tatsächlich Fragen beantworten. Wir haben deshalb Medienberichte über Sie verfolgt und uns selbst ein Bild über Ihre Äußerungen gemacht.

Während der ersten Untersuchung Ihres Falls, bzw. des Vorwurfes, sind Sie direkt aus dem Land „geflüchtet“. Merkwürdig, man würde denken, ein unschuldiger Mensch hat nichts zu verbergen. Sie haben die damaligen Bilder als eine Art von „Kunst“ beschrieben, geschönt und sich von angeblichen sexuellen Hintergründen distanziert. Heute jedoch, drehen Sie die Tatsachen um 180 Grad und behaupten, es würde niemanden etwas angehen, was man im Privatleben macht, solange man geltende Gesetze einhält. Ein Widerspruch. Auch Fragen von Journalisten weichen Sie aus, indem Sie behaupten, es ginge niemanden etwas an. – Und das ist falsch. SIE haben von Anfang an behauptet, es gäbe keinen Verdacht auf Kinderpornografie, heute jedoch sprechen Sie von einer legalen „Bestellung“ solcher „Bilder“ – und dennoch, sollte es niemanden etwas angehen? Wenn Sie ein vergleichbares Material in Kanada kaufen, dann spricht das gegen Sie. Denn dann haben Sie bewusst deutsches Gesetz umgehen wollen. Denn ganz ehrlich, wenn es legal sei – warum bietet man ähnliches Material nicht legal in Deutschland an? Sie als Politiker müssten die Antwort EIGENTLICH wissen. Auch das Verweigern der Zivilcourage in Deutschland ist legal – aber dennoch erwartet man vom Volk, dass es welches zeigt, wenn es die Situation erfordert. Was haben Sie für eine Ausrede parat?

Was Sie sind, oder nicht sind, das möchten wir nicht beurteilen. Bis zu einer möglichen Verurteilung, ist jeder Mensch ohnehin unschuldig zu betrachten. Aber Sie sollten sich letzten Endes für eine Äußerung entscheiden, denn mal sagen Sie so und mal so. Man kann Ihnen weder Glauben schenken, noch möchte man das. Aber Sie haben Recht, es geht niemanden etwas an, ob Sie Pädophil sind, aber was lässt Sie in dem Glauben leben, wir dürften uns keine Meinung über Sie bilden?


© 2014 / 2015 – M.Trojan

M.Trojan beruft sich auf all seinen Texten auf die freie Meinung, das Recht auf freie Meinungsäußerung und die künstlerische Freiheit. 

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