Mittwoch, 15. April 2015

Aller Anfang ... | Spielautomatensucht / Automatenspielsucht

Als ich anfing zu schreiben, war ich in dieser Szene alleine. Meine Ratschläge im Genre „Spielautomatensucht“ wurden von heute auf morgen zum Selbstläufer. „Wer Gewinnt, wenn du verlierst?“ erweckte die Szene zum Leben und heute möchten es mir Wannabe-Berater, selbsternannte Therapeuten und angebliche Fachmänner gleichtun. Doch eines sollte und muss gesagt werden, ich war der Erste. Ich habe Spielsucht-Anlaufstellen auf ihre Fehler hingewiesen, gab der Sucht ein erkennbares Gesicht, beschrieb die systematische Selbstzerstörung und obendrein habe ich nie eine Art von Dankbarkeit verlangt. Ich wollte helfen, weil ich es als dringende Notwendigkeit empfand. Wer eine Sucht studiert, wird sich nie auf einem ähnlichen Level wie ich befinden, denn wie gesagt, ich bin selbst davon betroffen gewesen. Ich habe mit meiner Spielerfahrung unzähligen Therapeuten die Augen geöffnet. Aber ich habe auch vielen Therapeuten die Fassungslosigkeit von den Augen ablesen können. Spielsucht schockiert, keine Frage. Aber man kann als Therapeut nicht erfolgreich sein, wenn man den Glauben vertritt, dass Spielautomatensucht durch einen Suchtlehrgang in die Schranken gewiesen werden kann.

Dieser Text geht an meine Kritiker, ihr wollt es mir gleichtun? Nur zu, niemand hindert euch daran. Aber schreibt nicht von meinen Büchern ab und behauptet, ihr würdet die Sucht bekämpfen. Denn im Grunde wollt ihr mich bekämpfen und vergesst dadurch, was in euren Büchern zu finden sein sollte. Die Suchtbekämpfung ist relevant, nicht meine Präsenz oder meine Meinung über eure Texte. Nehmt meine Ratschläge wortlos an, lernt daraus, mehr ist nicht notwendig. Kein Lob, keine Dankbarkeit, einfach nur Aufklärung, das muss endlich angestrebt werden. 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen