Montag, 24. August 2015

Fremdenhass, Kulturentfremdung, Rassenhass

Er entsteht dort, wo die Menge unzufrieden ist. Wo Gerechtigkeit und Recht plötzlich verschiedene Wege aufzeigen, die Rede ist von Rassenhass. Wir müssen uns klar darüber sein, dass ein mittelalterliches Denken keinerlei Fortschritt bringen kann. Die Wirtschaftsstärksten Länder der Welt sind nur deshalb so stark bzw. erfolgreich, weil sie die verschiedensten Kulturen in eine gemeinsame Kraft bündelten. China, Russland und Amerika sind der lebende Beweis. Betrachtet man jedoch die Statistiken einiger einzelner Staaten, dann kann sich mit eigenen Augen davon überzeugen, dass genau dort, wo Rassenhass, Fremdenhass und Gewalt bzw. Gangs regieren, keinerlei Fortschritt zu erkennen ist. Ganz einfach deshalb, weil sie sich dem Staat nicht zuordnen, sondern eigene Interessen verfolgen. In Amerika kann man dies sehr gut beobachten, die „Bloods“ und „Crips“, die „Arian Brotherhood“ und der „Ku-Klux-Klan“, sie alle stellen die Gegenseite dar und behaupten obendrein, „wir sind die Lösung“. Die Lösung auf welches Problem? Hier behaupten Problemförderer, sie würden eine Lösung haben. Das ist ungefähr damit vergleichbar, als würde dir ein Mann (beispielsweise) Drogen verkaufen und zugleich aber die Meinung vertreten, man müsse die Drogensucht stärker bekämpfen.

Man muss sich selbst einmal die Frage stellen, ob sich das Leben wirklich verbessert hat, nur weil man glaubt, man hätte einen Schuldigen gefunden – in Form von Immigranten. Wird sich das Leben wirklich verbessern, wenn wir die Schuld anderen zuweisen und selbst keinerlei Verantwortung übernehmen wollen? Statistiken beweisen, dass die Gewalt von rechten Gruppierungen oftmals gegen eigene Landsleute angewandt wird, hier hat kein Immigrant dazu beigetragen, nur der eigene Hass. Wen wird ein Rassist hassen, wenn man ihm die Bezugspersonen nehmen würde? Hasst er Immigranten, weil es ihm die Menge befiehlt oder hasst er, weil ihm die Perspektive im Leben fehlt? Wir müssen über den Tellerrand hinaussehen und dann werden wir erkennen, dass dieser Hass falsch ist. Denn sobald wir behaupten: „Asylbewerber sind Wirtschaftsflüchtlinge“ oder „wollen ja nur auf unsere Kosten leben...“ dann sind wir kein Stück besser, als alle anderen auf der Welt. Wir wollen nicht mit „Nazideutschland“ in Verbindung gebracht werden, aber zugleich halten wir an jedem Klischee fest, solange es uns selbst nicht betrifft. Wir müssen unsere Vorurteile bekämpfen, nicht die Migranten. Denn wie gesagt, sie wollen „nur“ leben.

PEGIDA und Co. sind nutzlos, und ich möchte auch erklären, wieso ich diese Meinung vertrete. PEGIDA bzw. deren Anhänger betonen, man dürfe den Medien keinerlei Glauben schenken (bis hierhin vertrete ich die gleiche Meinung), das Wort „Lügenpresse“ fällt dort natürlich des Öfteren. Doch die einzige Quelle, worauf sich die PEGIDA stützt, sind die Medien selbst. Sie glauben den Medien, sobald es sich um Islamkritik etc. handelt, verwenden dies sogar bei Kundgebungen etc. – aber betonen zugleich, man dürfe den Medien nicht glauben. Dies ist nicht nur ein vollständiger Widerspruch an sich, es stellt auch Schwarz auf Weiß klar, dass die PEGIDA keinerlei eigene Meinung besitzt. Mal so, mal so. Man kann einen Lügner einer Lüge bezichtigen, aber dann darf man die Lüge nicht als Wahrheit präsentieren und obendrein behaupten, man wäre gegen diese Medienmaschenarie. Denn immerhin glaubt man ihnen ja doch, sonst würde man die Medien nicht als Quelle verwenden.



-M.Trojan-

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