Montag, 31. August 2015

Wie unmenschlich der Mensch doch ist

Das geschieht mit Flüchtlingen in Australien:


und wir wollen weiterhin behaupten, man hätte keinen Platz für Menschen, die um ihr Leben fürchten müssen? Wiederholt sich nun die Geschichte und wollen wir dann wiederum behaupten, man wusste von nichts?

Wir haben verlernt „Mensch“ zu sein und aus diesem Grund, können und wollen wir uns nicht mit anderen Menschen auseinandersetzen. Wir hören nicht mehr zu, wir vermuten. Wir denken nicht mehr nach, wir verurteilen. Wir könnten alle in diese Lage geraten, aber wir leben lieber von jetzt auf gleich und darum sehen wir die Realität nur im TV, lesen darüber in Zeitschriften, anstatt eigene Erfahrungen zu machen, anstatt zu erkennen, was tatsächlich „real“ ist. Denn das, was uns im TV gezeigt wird, hat nur selten etwas mit der Wirklichkeit zu tun. In jeden von uns steckt ein Held, ein Lebensretter, ein Freund, Familienmensch und fürsorglicher Mitmensch. Aber wir müssen unsere Stärken nutzen, damit unsere Schwächen besiegt werden können. Wieso vergeuden wir unser Wissen mit unwichtigen Dingen, wieso verschwenden wir unsere Kräfte mit sinnloser Gewalt? Wir werden die Welt erst dann akzeptieren, die Regeln erst dann verstehen, wenn es vermutlich bereits zu spät sein wird.

Wir lesen von Schandtaten aus aller Welt und im selben Augenblick blättern wir weiter oder schalten zum Sport um. Wir akzeptieren diese Schandtaten, weil sie uns gleichgültig geworden sind. Das ist es, was die Menschen sich nicht eingestehen wollen, wobei es doch täglich genauso vonstattengeht. Jeden Tag, jede Stunde und jede Minute etwas mehr. 

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