Mittwoch, 14. Oktober 2015

Glücksspiel- Texte und Berichte sind oftmals kopiert

Ich lese natürlich (fast) jeden Bericht von der Presse über Spielsucht, Spielautomatensucht und alles was im Zusammenhang mit der Glücksspiel-industrie steht. Verwirrenderweise wird jedes Mal ein selbsternannter „Spielsucht-Experte“ miteinbezogen, die Fragen sind überwiegend pauschal, jedoch sind es hin- und wieder auch sehr Spielerspezifische-Fragen, und genau hier wird es mysteriös. Jedes Mal bekomme ich die fast identischen Fragen per E-Mail gestellt, etwa 1-2 Monate vor der Publizierung des Berichtes und jedes Mal ist die Antwort in fast identischer Art plötzlich in der Zeitung zu finden. Krass, haben wir Spielsucht-Berater immer die identischen Antworten? Nein, hier schmücken sich fremde Personen, mit Wissen, das sie nicht besitzen. Ich meine, ich kann die Medien auf eine gewisse Art und Weise schon verstehen, immerhin erteile ich keine Auskunft mehr, aber ich fühle mich schon etwas hintergangen, man könnte wenigstens meinen Namen erwähnen. Und wenn dies tatsächlich zu viel des Guten zu sein scheint, dann könnte man mich zumindest neutral empfehlen. Aber nein, ich böse – alle anderen gut. Ist nicht unbedingt nett und mit Sicherheit auch nicht geschäftsorientiert Bedacht, denn man beißt nicht die Hand, die einen füttert. Aus diesem Anlass, werden kommende E-Mails natürlich beantwortet, aber wir beobachten nun jeden Bericht genauer, jeden einzelnen Satz – und sollte sich die Ähnlichkeit zwischen Bericht und E-Mail Fragen von angeblichen Spielern bestätigen, werden wir juristisch vorgehen. Denn Recht sollte Recht bleiben.

Also liebe Medien, wenn ihr wirklich neutral einen Bericht über Glücksspiel schreiben wollt, wäre mein Tipp, eines meiner Bücher (im besten Fall alle oder zumindest immer das Aktuellste) zu lesen, um sich dann ein eigenes Bild machen zu können. Jeder Mensch kann bzw. darf Bücher zitieren, aber man MUSS einen Quellennachweis miteinbeziehen und darum verstehe ich nicht, warum man mich gezielt umgeht. Alles was ich möchte bzw. wollte, war eine faire Chance, man berichtet und zitiert meine Bücher, mein Wissen und meine Arbeit, zum Dank dafür bekommt irgendein Reporter ein Sternchen in seine Mappe und meine Wenigkeit bekommt nichts, gar nichts, nicht einmal eine Buchempfehlung. Darum sollte man meine Sicht der Dinge zumindest nachvollziehen können.


Hochachtungsvoll – M.Trojan aka John Valcone
(c) 2015 auf Bilder und Texte - M.Trojan 

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