Montag, 12. Oktober 2015

Russland im Kampf gegen den IS

Die militärische Stärke Russlands, die einer militärischen Weltmacht gleicht, hat nun auch Saudi-Arabien zum Einlenken gebracht. Der neue saudische Verteidigungsminister vereinbarte mit Russlands Präsident Putin, dass beide Länder in Syrien im Kampf gegen den IS kooperieren wollen.

Der IS prahlte noch vor wenigen Wochen, wie stark sie seien. Heute hören wir nichts mehr dergleichen, ganz im Gegenteil. Laut Zeit- und Augenzeugen flüchten die IS-Kämpfer aus ihren Gebieten. Russland hatte einst im Kampf gegen Deutschland die Blitzkrieg-Taktik der Deutschen studiert. Der IS ging ähnlich bzw. vergleichbar vor, nur ein militärischer Präventivschlag kann die Blitzkrieg-Taktik vollständig wirkungslos machen. Bedeutet, der Blitzkrieg ist für blitzschnelle und überfallartige Angriffe ausgelegt, aber nicht für Rückzug oder Verteidigung. Was Amerika in einem Jahr nicht erreichten, schaffte Russland in einer Woche. Wir sollten klar überdenken, wer in der Welt das stärkste Militär besitzt. Denn nicht nur Waffen präsentieren eine militärische Macht, sondern auch militärische Strategien, Entschlossenheit und Erfahrung. Mit dem Iran und dem Irak kooperiert Russland ebenso wie mit China. US-Präsident Barack Obama und Israel werden informiert. Frankreich unterstützt Russlands Vorgehen ausdrücklich.

Russland hat die Nato klar vorgeführt, aber womöglich ist genau diese Stärke notwendig, um ein klares Gleichgewicht wiederherstellen zu können. Nicht nur die Nato kann Kriege führen, auch andere Länder, die sich über Jahre hinweg ruhig und friedlich verhalten haben, können zur direkten Gefahr werden. Die Nato oder US-Nato kann nicht in jedem Land Nato-Stützpunkte errichten und darauf hoffen, dass Russland schweigend dabei zusieht. Russland zeigt militärisch und politisch, dass sie eine Weltmacht sind, die man niemals unterschätzen sollte. Ein Grund mehr, warum Deutschland den direkten Weg zu Russland suchen sollte, denn bislang sah uns Russland als gleichwertigen Partner an und wir sollten alles daran setzen, dass dies auch wieder so sein wird.

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