Dienstag, 3. November 2015

Spielautomatensucht - Die deutsche Automatenwirtschaft

Es wäre schön, wenn ich dem Banner -hier rechts zu sehen- Glauben schenken könnte, doch feststeht, dass ich aus eigener Erfahrung weiß, dass die „strengen Regeln“, nur auf dem Papier existieren. Der beste Schutz für Spieler, ist vollständige Aufklärung. Diese jedoch fehlt selbst bei „Die Deutsche Automatenwirtschaft“. Denn was die wenigsten Menschen wissen, ist die Tatsache, dass selbst Spielhallen-Betreiber, hochrangige Mitglieder der Automatenwirtschaft sind. Würde sich ein Geschäftsmann selbst Schaden zufügen? Nein, und genau aus diesem Grund, wird Hilfe in kleinen Stücken angeboten, das Problem selbst, beispielsweise die enorm ansteigende Spielsucht der Jugend, wird gezielt verschwiegen bzw. ignoriert. Ich war jahrelang aktiv in Spielhallen unterwegs, allesamt „Legal“, also was möchte der Banner uns mitteilen? Etwa, dass ich mein Geld besser verspiele, solange ich mit dem Wissen spiele, dass es legal ist?! Ich verstehe schon, ich habe die „deutsche Automatenwirtschaft“ in einigen Büchern vorgeführt und plötzlich möchte man mir den Wind aus den Segeln nehmen. Der nächste Schritt wäre die Anspielung, dass ich in illegalen Spielhallen mein Geld verspielte. Doch auch dies entspricht nicht der Wahrheit, ich habe immer nur in legalen Spielhallen gespielt. Ich habe schon in Spielhallen mein Geld verspielt, als ich noch nicht einmal 18 Jahre alt war – wie erklärt man sich dieses Phänomen, bin ich eine Ausnahme? Nein, keineswegs. Die meisten Spieler beginnen bereits vor ihrem 18. Lebensjahr, aber natürlich weiß davon kein Spielhallen-Betreiber, wo denke ich nur hin? Spielsucht bleibt Spielsucht, egal wo man spielt. Mit Bannern wie diesen, wird das Problem verfremdet. Ein Spielautomat könnte in der Kirche stehen, es wäre dennoch ein Spielautomat und sobald gespielt wird, verliert der Spieler sein Geld. Der Ort, ob legal oder illegal, ist irrelevant. Strenge Regeln sind nur dann effektiv, wenn man die Regeln bzw. Gesetze überwacht. Doch niemand kümmert sich darum. Denn alle sehen nur das schnelle Geld, doch was der Spieler nicht erkennt, der Betreiber sieht und bekommt das schnelle Geld, der Spieler selbst erfährt nur, wie schnell man einen Monatslohn verspielen kann.

Ich werde nicht schweigend dabei zusehen, wie die Menschen ihr Geld sinnlos in eine Maschine werfen, nur weil sie einer Illusion nacheifern. Ich habe selbst zu vieles verloren, um Glücksspiel harmlos betrachten zu können. Ich werde niemals schweigen, niemals. Und selbst wenn ich längst nicht mehr unter den Menschen verweile, werden meine Bücher den gewünschten Effekt erzielen. Ich werde siegen – und zwar ohne das Spielen.

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►Wer gewinnt, wenn du verlierst?

►Auszahlung - Ein Spieler drückt STOP(P)!

►Spielautomatensucht - Der Weg des Spielers

►Spielst du noch, oder verlierst du schon?

►Unversucht: Ratgeber für ein Leben ohne Automatenspielsucht

►"Was hast DU zu verlieren?"

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