Mittwoch, 27. Januar 2016

Spielautomatensucht - 2016 | Zeit für Veränderung

„Ein geringer Anteil von Spieler ist betroffen“ – nur eine Aussage, von den ehrenwerten Automatenaufstellern und Betreibern. Wenn der Anteil so gering wäre, wieso wissen Aufsteller den genauen Anteil davon? Wieso befassen sie sich mit Sucht – wenn doch angeblich niemand süchtig ist?!

Über 70 Prozent der Einnahmen aus Casinos stammen direkt von den vorhandenen Automaten, aber angeblich kein Suchtrisiko vorhanden – wie kommt man nur darauf?

Spieler sind definitiv nicht lächerlich, sondern die Aussagen der Aufsteller, denn mit jedem Wort, bestätigen sie die Sucht, versuchen sie aber gleichzeitig zu leugnen. Unaufhaltsam entstehen Spielhallen und sprießen aus den Boden, wie Unkraut. „Wir erschaffen Arbeitsplätze“ - mag sein, aber wie viele Arbeitsplätze, Familien und Menschen werden dank der Glücksspielindustrie vernichtet? Wie viele Häuser wanderten von A nach B – nur weil ein Spieler alles verloren hat. Wie viele Menschen schwiegen bis zum bitteren Ende und wurden hängend aufgefunden? Wie viele nahmen die Spielsucht mit ins Grab? Redet nicht von Sucht, als wäre sie nicht vorhanden. Spielsucht ist allgegenwärtig und es ist keine Randgruppenerscheinung, sie infiziert täglich, stündlich ja sogar im Minutentakt weitere Spieler. Wie viele Betreiber bereichern sich jährlich an der Spielsucht, wie viele Menschen haben SIE auf dem Gewissen?

Der Widerstand wächst täglich, wenn Spieler die Sucht einsehen, akzeptieren und dagegen ankämpfen. Geben Sie nicht auf, geben Sie sich nicht auf. Sie haben Möglichkeiten, doch der Kampf gegen die Glücksspielindustrie, muss geführt werden. Nicht mit Verschwiegenheit, sondern mit Entschlossenheit. 

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