Freitag, 22. Januar 2016

Mutter und Schwester schreiben einen Abschiedsbrief

Die 20-jährige Amanda K. starb, weil ein völlig Fremder sie in Berlin vor eine fahrende U-Bahn stieß. Wenige Minuten vor ihrem Tod schrieb die junge Frau ihrer Mutter noch eine SMS: "Bin gleich zu Hause. Ich liebe dich". Diese Worte sind das letzte, was die Mutter von ihrer Tochter hört – kurz darauf ist Amanda tot. Wenig später wurde die Mutter von der Polizei geweckt, die ihr mitteilte, dass ihre Tochter vor eine fahrende U-Bahn gestoßen wurde. Der mutmaßliche Täter ist der 28-jährige, polizeibekannte Hamin E. Er suchte sein Opfer wahllos aus.

Diese sinnlose, unmenschliche und grauenvolle Tat, lässt an der Menschlichkeit zweifeln. Es ist völlig egal, welche Nationalität der Täter besitzt, feststeht, dass dieser Täter das Recht auf Freiheit oder Menschlichkeit zu 100% verloren hat. Das ist kein Mensch, und ich hoffe, dass der Täter eines Tages diese Zeilen zu lesen bekommt, denn wenn er nur einen Funken, ein Prozent von Menschlichkeit besitzt, dann würde er erkennen, dass sein eigener Tod eine Bereicherung für die Menschheit wäre. Mich interessiert es nicht, ob der Täter „psychisch gestört“ ist oder nicht. Denn eine Krankheit entschuldigt diese unmenschliche Tat nicht. Wo ist das Auge um Auge, das im Übrigen aus der Bibel stammt – wo ist die Gerechtigkeit, wenn unschuldige Menschen sterben müssen, weil die Justiz seit Jahren versagt. „Recht muss Unrecht nicht weichen“ – wo ist die Gerechtigkeit?

Liebe Politiker, Herr Bundespräsident Gauck, Sie haben diese Tat zwar nicht begangen und ich bin fest davon überzeugt, dass Sie auch bestürzt über diese Tat sind, aber man könnte wesentlich mehr verhindern, wenn Vergewaltiger, Mörder, Psychische Straftäter und Co. das Recht auf Bewährungsstrafen verlieren würden. Der Menschheit wäre geholfen, wenn die Grauzonen im Justizsystem endlich gefüllt werden würden. Hören Sie endlich damit auf, neue Gesetze in den Raum zu werfen und verschärfen Sie die Strafen von vorhandenen Gesetzen. Ein psychisch gestörter (vorbestrafter Gewalttäter) begeht einen Mord und jeder sucht plötzlich die Verantwortlichen. Doch anders als der Rest, weiß ich, dass Sie als Politiker die Macht hätten, diese Taten einzugrenzen. Jährlich, monatlich, ja schon fast wöchentlich sterben Menschen sinnlos, wann wird die Justiz damit beginnen, ihr eigenes Strafsystem zu hinterfragen? Wie viele Menschen müssen noch sinnlos sterben, bis man einen Mörder nicht wegen Totschlag – sondern wegen MORD verurteilt. Wann wird aus 15 Jahren Lebenslänglich ein echtes Lebenslänglich? Wann kann ich meine Augen schließen, ohne Angst haben zu müssen, dass man als Unschuldiger zum Täter vorverurteilt wird. Wann haben Politiker endlich die Courage, dass Sie GERECHTIGKEIT walten lassen?

RIP Amanda - Wir wünschen den Angehörigen, der Familie und den Freunden viel Kraft, in diesen schweren Zeiten.

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