Dienstag, 22. März 2016

Terroranschläge - das Ende der Menschlichkeit

Ich finde es mittlerweile äußerst bedenklich, dass bei jedem terroristischen Attentat, die Menschen sich dermaßen hasserfüllt äußern, dass man nicht mehr unterscheiden kann, welcher Terrorist nun der humanere zu sein scheint.

Natürlich ist ein Anschlag wie zum Beispiel in Frankreich, Türkei oder wie aktuell in Belgien etwas unfassbar Grausames. Es lässt an der Menschlichkeit zweifeln, das steht außer Frage. ABER wenn ich in Facebook die Meinungen einiger Menschen überfliege, dann zweifle ich auch dort an der Menschlichkeit und zugleich an der Intelligenz, des deutschen Volkes.

Ich habe erst heute wieder Nachrichten gelesen, wo User vorschlugen, man solle „Auschwitz wieder eröffnen“ oder „hängt die Terroristen auf“ fiel auch hin- und wieder, und es ist genau diese Art von Hass, die mich persönlich an der Menschlichkeit zweifeln lassen. Denn betrachten wir die Sachlage doch einmal objektiv, wir wollen Hass schüren und mit diesem Hass, wollen wir Hass bekämpfen. Wir wollen unmenschliches Verhalten mit unmenschlichen Verhalten gleichsetzen. Wer entscheidet, wann jemand in ein Vernichtungslager geschickt wird? Wer entscheidet über Leben und Tod? Sind wir plötzlich Richter und Henker zugleich? Ich weiß nicht, wie man sich in 20 Jahren rausreden möchte, wenn unsere jetzigen Kinder erwachsen sind, ich möchte gerne wissen, ob man dann auch behauptet, man konnte es nicht ahnen oder man habe nur seine Pflicht getan. Denn die Pflicht ist es, jetzt gegen diese Propaganda vorzugehen. Wir können doch nicht Hass gutheißen, damit wir Hass bekämpfen können. Wir können nicht Sicherheit präsentieren, wenn wir rechte Parteien als Friedensbringer betiteln, denn dann – und das ist sicher, wiederholt sich die Geschichte.

Denken Sie einmal darüber nach, wer der tatsächliche Feind ist, denn sobald man einer gesamten Religion die Schuld zuweisen möchte, dann hat sich die Geschichte bereits wiederholt.

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