Samstag, 21. Mai 2016

M.Trojan

Ich könnte heute über alles schreiben und die Menschen würden es kaufen, doch der Sinn eines
Buches liegt nicht darin, dass man mit Lügen Unmengen von Geld schöpft, sondern mit der Wahrheit den Menschen die Augen öffnet. Ein Buch soll Menschen verzaubern, weiterbilden oder als treuer Ratgeber einen neuen bzw. alternativen Weg offenbaren. Wenn ich Lügen erfahren möchte, kaufe ich mir eine beliebige Tageszeitung.

Ich sei ein Unruhestifter in der Szene, optisch ein Badboy – lyrisch ein polarisierender, polemischer Verschwörungstheoretiker – doch wie soll ich die Meinung ernst nehmen, wenn Medien seit über 15 Jahren berichten, dass vorhandene Glücksspiel-Hilfen vollständige Heilung anbieten und die Politik alles daran setzt, das Problem „Spielsucht“ in den Griff zu bekommen? Jeder Spieler weiß, dass die Politik die Hand aufhält und jeder Spieler weiß, wie „gut“ die vorhandenen Spielsucht-Anlaufstellen funktionieren ...

Spielsucht-Ratgeber die nach 2010 publiziert wurden, orientierten sich an meinen Büchern. Beratungsstellen kopierten einige meiner Methoden, Spielsucht-Therapeuten verurteilen meine Bücher und zitieren sie gleichzeitig, als seien es deren Ideen gewesen.

Ich bin nicht der Feind, ich möchte helfen – aber man sollte Gutmütigkeit, nicht mit Schwäche verwechseln, denn ich mache vor nichts und niemanden halt und nichts kann mich tatsächlich abschrecken oder zum Schweigen bringen. Ich verlange für meine Bücher keine Dankbarkeit, ich sehe es als meine Pflicht an, einen Teil zur Allgemeinheit beizutragen. Doch eines verlange ich, dass man meine Meinung akzeptiert. Man muss mir nicht rechtgeben oder zustimmen, aber akzeptieren muss man mich – weil ich auch die Menschen akzeptiere, die sich Tag täglich gegen mich stellen und tatsächlich die Meinung vertreten, sie könnten mich dadurch vom Weg abbringen.

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