Dienstag, 17. Mai 2016

Spielsucht-Berater M.Trojan

Es dauerte nicht lange, bis ich mir einen Namen gemacht hatte. Von heute auf morgen kannte plötzlich jeder den Begriff „M.Trojan“ (was M`Trojan ausgesprochen wird). In der Spielsucht-Szene überschlugen sich die Meinungen, klar war nur, dass ich Ahnung davon hatte, von dem, was ich beschrieb. Doch wer oder was ich zu sein schien, das wurde plötzlich intensiv diskutiert.

Die Spielsucht prägte mich auf vielerlei Hinsicht, doch feststeht, hätte ich kein Laster, wäre ich nie Autor geworden. Das Schicksal spielt uns manchmal wahrlich fragwürdige Karten zu, doch auch diese spielte ich so aus, wie ich sie bekommen hatte. Heute wirken meine Worte kalkuliert und mein Image perfektioniert, obwohl ich eine Maske trage, bin ich meiner Meinung nach einer der authentischsten Autoren Deutschlands – weil ich mich nie verstellte, um Zuspruch zu erlangen. Die Menschen sehen meine Maske als Tarnung, womöglich sogar als Schutzfunktion an. Beides ist zum Teil richtig, doch eine Maske beschützt nicht den Maskenträger, sondern die Menschen in seinem Umfeld, die durch seine Taten darunter leiden könnten. Ich wollte nie jemanden Schaden zufügen, aber ich wollte auch nie der Jene sein, der auf der Straße als „Spielsucht-Autor“ betitelt wird. Nicht weil ich mich für eine Krankheit schäme, sondern deshalb, weil ich keinen Wert darauflege ob mich fremde auf Anhieb sympathisch oder interessant finden. Trotz dessen glaubten viele, meine Anonymität wäre ein Angriffsziel, doch auch diese stellte ich mit Bravur ruhig. Plötzlich betitelten Kritiker meine Bücher als polemisch gar feindselig verfasst. Auch diesem Sturm hielt ich stand und bewies meinen Lesern aber auch zugleich meinen Kritikern, dass man mich nicht von der Bildfläche verschwinden lassen kann. Ich werde mich immer und immer wieder zu Wort melden, werde das aussprechen, beschreiben oder darstellen, was ich für richtig empfinde, weil nur dadurch ein Gleichgewicht gegeben ist.

Wenn Herr Gauselmann in einem Interview die Spielsucht kleiner macht, als sie tatsächlich ist, dann ist es meine Pflicht und die Pflicht jedes Spielers, ihm zu widersprechen. Denn das Schweigen über unsere Sucht, würde die Glücksspielindustrie siegen lassen – und genau dagegen setze ich mich zur Wehr, und zwar um jeden Preis.

Wer sich gegen die Glücksspielindustrie stellt, wird regelrecht vernichtet. Doch wer eines meiner Selbsthilfe-Ratgeber-Bücher liest, wird infiziert und zugleich immun gegen die Hetzkampagnen. Plötzlich wirkt die Vernichtung oder die bloße Androhung nicht mehr als Gefahr, sondern als Bestätigung dafür, dass man für das Richtige einsteht und den richtigen Weg gewählt hat.

Heute bin ich angekommen, stehe dort, wo ich schon immer hätte sein sollen – zwischen der Glücksspielindustrie und dem Spieler. 
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