Montag, 5. Juni 2017

Glücksspiel | Muslime | Christen

#Ramadan #Moslem #Muslime #Fastenzeit #Christen #Juden #Glücksspiel #Frage #Antwort

Ich habe eine sehr gute Frage erhalten, die ich nun gerne öffentlich – für alle – etwas ausführlicher beantworten möchte.
„Du hast gesagt, Spielsucht sei eine anerkannte Krankheit. Nun, wir Muslime befinden uns derzeit (Stand 05.06.2017) im Ramadan. Alte Menschen, Kinder und KRANKE Muslime sind von der Fastenzeit befreit. Bedeutet das, dass ich als Spielsüchtiger vom Ramadan befreit bin? Weißt du das zufällig, bist du Moslem?!“

Also, ja, Spielsucht wurde im Jahre 2000/2001 als Krankheit von Krankenkassen und Co. anerkannt. Nein, ich bin kein Moslem, aber ich bin bestens mit dem Koran und dem Islam vertraut – habe ihn mehrfach gelesen (Interesse, Inspiration – Wissen schadet nicht) und habe einige Muslime in meinem Freundeskreis. 

Vom Ramadan sind Menschen befreit, die sich durch Fasten enormen Schaden zufügen könnten. Bedeutet, ein bereits körperlich geschwächter Mensch, sollte bzw. darf ganz „normal“ essen und trinken, damit er schnellstmöglich wieder Gesund wird und Kräfte tanken kann. (Man kann/könnte auch das Fasten nachholen). „Allah“ möchte den Menschen keineswegs schaden, Ramadan soll den Menschen im Grunde genommen wieder zur Bodenständigkeit und zugleich zur Dankbarkeit verhelfen. Darum sind alte – geschwächte – körperlich erkrankte Personen und natürlich auch kleine Kinder vom Ramadan befreit. 

Spielsucht ist keine Art von Krankheit, die einem Schaden zufügt, sobald man nicht spielt. Ganz im Gegenteil sogar, man fördert die Gesundung, sobald man nicht mehr spielt. Aus diesem Grund ist das Glückspiel im Koran als direkte Sure als klares Verbot festgelegt. 


Sure 5 | 91: „O die ihr glaubt, berauschender Trank, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind nur ein Greuel vom Werk des Satans. So meidet ihn, auf dass es euch wohl ergehen möge!“


Sure 5 | 92: „Der Satan will (ja) zwischen euch nur Feindschaft und Hass säen durch berauschenden Trank und Glücksspiel und euch vom Gedenken Allahs und vom Gebet abhalten. Werdet ihr (damit) nun wohl aufhören?“

Selbstverständlich rät auch die Bibel vom Glücksspiel ab – allerdings findet sich kein direkter Wortlaut bzw. Vers. Die Bibel rät zudem stark davon ab, das Glück als magische Kraft zu sehen, die man beschwören könnte. 

Wenn Sie die Bibel in diesem Zusammenhang näher kennenlernen möchten, würde ich Ihnen folgende Verse nahelegen: Lukas 12:15 | 1. Korinther 10:24 | 2. Mose 20:17 und Jesaja 65:11, 12.

Ob man sich nun auf die Bibel oder den Koran beruft, spielt aus Sicht eines Spielers keine Rolle, ich wollte damit nur nahelegen, dass der Glaube schon immer vor den Gegebenheiten gewarnt hatte. Wir wollten es einfach nicht wahrhaben. Als „gläubiger“ Spieler sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Spielsucht nichts entschuldigt. Wir sind für unsere Taten zuständig und letzten Endes müssen wir dafür gradestehen.

Also nein, als muslimischer Spieler ist man keineswegs vom Ramadan befreit. Lesen Sie doch während des Ramadans mein Buch „Antispieler“ und halten Sie mit Entschlossenheit am Ausstieg fest – es schadet Ihnen nicht, den Weg des Antispielers zu wählen.


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