Montag, 31. Juli 2017

Spielsucht | Blog | Gedanken, Klartext

Würde man einen pathologischen Spieler vor die Wahl zwischen seiner Familie und dem Spielen stellen, würde er womöglich die Wahl für die Familie aussprechen, aber ins Geheim definitiv das Spielen wählen.

Die Sucht offenbart sich zumeist nicht daran, ob man im Augenblick gewinnt oder verliert, sie zeigt sich, sobald man nicht mehr aufhören kann und das Spielen keinen Zeitvertreib- sondern ein gefühltes „Muss“ im Leben darstellt.
Viele sagen, man habe es bei dem und dem Spieler nicht erahnen können. Sind Sie sicher, dass man es nicht erahnen konnte? Wie oft sehen wir lachende Menschen, obwohl wir instinktiv erkennen oder zumindest erahnen, dass er ganz und gar nicht glücklich ist? Nur weil ein Spieler behauptet, dass alles in Ordnung sei, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass auch alles in Ordnung ist. Ein gewinnender Spieler präsentiert keinen Gewinner, sondern einen pathologischen Spieler, der sein Zwangsverhalten bislang nicht bändigen kann.

Vergessen Sie bitte das Hirngespinst namens „kontrolliertes Spielen“, denn das wäre damit zu vergleichen, indem ich zu einem Raucher sage, er solle „kontrolliert rauchen“. Auch das Gegenargument, dass Rauchen und Spielen nicht miteinander vergleichbar wären, stimmt keineswegs. Zigaretten beinhalten Nikotin und gelten dadurch aus Suchtmittel. Aber das Rauchen greift auf das Suchtgedächtnis bzw. Belohnungssystem zu und unser Gehirn schüttet deutlich mehr Dopamin aus. Der identische Mechanismus wird beim Spielen ausgelöst, bedeutet – man kann und sollte zumal Sucht mit Sucht vergleichen. Denn genau das ist auch der Grund, warum Spieler oftmals mit einer Mehrfachabhängigkeit zu kämpfen haben – etwa 90 Prozent aller männlichen Spieler sind Raucher.
Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass das Spielen keinerlei Fortschritt ermöglichen wird, Sie werden durch das Spielen in Ihrer Entwicklung einfach stehenbleiben. Ihr Verstand beschäftigt sich nicht mehr mit der Realität, sondern einzig und alleine damit, eine weitere Dopamin-Ausschüttung zu erzwingen. Auch dieses Gefühl nimmt fortlaufend und kontinuierlich ab, bedeutet, man muss immer mehr Geld verspielen und höhere Gewinne einfahren, um ein ähnliches Glücksgefühl erfahren zu können. „Es wird nie wieder so sein, wie beim ersten Mal“ – diesen Satz hört man häufig, beim Spielen trifft er ebenfalls zu. Denn als Sie das allererste Mal etwas am Automaten gewannen, waren Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit noch kein pathologischer Spieler. Doch die Sucht folgte und aus dem einst gutgelaunten und intelligenten Menschen, wurde ein denkfauler und depressiver Spieler.


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