Donnerstag, 27. Juli 2017

Spielsucht | Blog | Rosenheim am Inn


„Rosenheim besitzt gar nicht genügend Brücken, unter all die zerstörten Spielerexistenzen hausen könnten.“

Zitat aus dem Buch „Antispieler: Extended Version | Kapitel: Ohne Rosen `heim...“


Alles begann im Jahre 2010 mit einem Buch gegen die Spielautomatensucht. Anfangs schrieb ich über Berlin, Hamburg, Köln und München. Doch mehr und mehr kristallisierte sich heraus, dass eine Stadt in Bayern besonders stark mit der Spielsucht zu kämpfen hat: Rosenheim am Inn. Kurioserweise bin ich gebürtiger Rosenheimer und war mir zu Anfang nicht darüber im Klaren, dass andere Städte trotz weitaus höherer Bevölkerungsdichte, im Grunde genommen weniger mit Spielsucht zu kämpfen haben. Die „Pro-Kopf-Verschuldung“ bei einem Rosenheimer ist höher, als die von einem Münchner. Die Suizidrate erreicht in Rosenheim am Inn bayernweit den zweithöchsten Platz. Rosenheim präsentiert sich Weltoffen, doch mutiert mehr und mehr zur gutgetarnten Glücksspielhochburg.

Immer mehr Menschen suchen den Kontakt zu mir, immer mehr Menschen stammen aus Rosenheim.
Ich beschloss zu handeln und widmete meinem Geburtsort ein gesamtes Kapitel (ausschließlich in der erweiterten Fassung des Antispielers). Viel zu lange wurde darüber geschwiegen und viel zu lange wurde über eine erschreckend hohe Suizidrate ganz bewusst ein Mantel des Schweigens gelegt.
Viele Rosenheimer fragten mich bereits in der Vergangenheit, warum das OVB oder Rosenheim24 so wenig über die Spielsucht berichten? Warum man mich nicht miteinbezieht etc. – doch ich kann nur sagen: wacht auf liebe Mitbürger. Denn die, von denen Ihr realitätsnahe Aufklärung erwartet, wie zum Beispiel: Stadt bzw. Kommune oder Medien, sind genau jene welche, die ganz bewusst in die andere Richtung sehen wollen und zum Teil ja sogar wegsehen müssen. „Sucht funktioniert“ und es ist verdammt gewinnbringend für Kommune und Co., das Leid des Einzelnen zeigt anschaulich, dass man durch eine ignorante Haltung, durch bewusstes totschweigen und ignorieren, die Menschen zwar verarmen, sich aber wie durch Geisterhand die Staatskassen füllen.

Wenn man Veränderung möchte, muss man die Spielsucht bzw. die Glücksspielindustrie von- und aus allen Seiten bekämpfen, isolieren und zugleich deutliche Grenzen aufzeigen. Bislang ändert sich nichts, weil jeder Spieler – nicht nur in Rosenheim – die Meinung vertritt, er würde alleine dastehen. Genau das ist der Fehler, denn es betrifft zu viele Menschen, um es weiterhin ignorieren zu können.
Der Weg ist mein Ziel und das Ziel soll nicht „nur“ die vollständige Aufklärung über Spielsucht darstellen, sondern auch ein Zeichen setzen, denn eine Grenze der Menschlichkeit wurde längst überschritten. Spätestens ab den Zeitpunkt, als man im Jahre 2006 eine Glücksspielverordnung ins Leben rief, die noch mehr Menschen mit der Spielsucht infizierte, konnte man erkennen, dass die Spielsucht längst als versteckte Steuer agiert.

Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie den Text teilen könnten etc. – die Verbreitung solcher- oder ähnlicher Texte werden zur Pflicht, wenn man sich entschlossen auf meine Seite stellen möchte.


Bestellen Sie sich den Antispieler. Lesen Sie den Antispieler und leben Sie den Antispieler.


Antispieler – Extended Version 

P.s.: Sie können das Buch selbstverständlich überall kaufen, erwerben oder bestellen. Die Links dienen nur dazu, um Ihnen eine mögliche Suche etwas zu erleichtern.

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