Montag, 24. Juli 2017

Spielsucht | Blog | Wahrheit

Ein Spieler mit eigenem System, verfängt sich zwangsläufig in den Fängen der Spielsucht, bis er daran zugrunde geht – erst dann möchte er das Ausmaß seines Verhaltens akzeptieren. Die Zeiten sind hart, aber dennoch ist nichts endgültig verloren. Wir können der Glücksspielindustrie mit Entschlossenheit den Rücken kehren und mit großer Kraft aus der Sucht emportreten.

Sie glauben, Sie stünden alleine da. Ich glaubte ebenfalls, ich würde der einzige Spieler auf der Welt sein, der seine Gedanken nicht bändigen könnte. Wir Spieler leben allesamt in dem Glauben, dass wir die Glücksspielsucht nicht bändigen können, doch genau hier schalte ich mich erneut ein, ab hier ist die Wahrheit unabdingbar, denn alles, was wir täglich suggeriert bekommen, ist die Lüge, dass wir eine Randgruppierung darstellen, die sich nicht unter Kontrolle hat. Wir sind der Großteil im Bereich des Glücksspiels, denn von jedem Euro, der in einen Automaten wandert, sind 54 Cent aufgrund von Sucht zurückzuführen. Spielsucht übersteigt den Anteil von „Nichtsüchtigen-Spielern“, wer also ist der tatsächliche Geldgeber für die Glücksspielindustrie, wenn nicht wir? Es wurde gesagt, man wolle das Geld von Süchtigen nicht annehmen, nun, wenn es niemand annimmt, fällt es schwer zu erklären, warum es dennoch angenommen wird. Was kann man der Glücksspielindustrie glauben, wenn doch bereits die erste relevante Aussage als Lüge entlarvt wird? Gehen wir der zweiten bekannten Aussage nach, die Glücksspielindustrie behauptet bislang, man würde spielsüchtige bzw. verhaltensauffällige Spieler des Hauses verweisen. Ein netter Gedanke, wirklich. Zu gütig. Wie viele Spieler haben Sie jemals kennengelernt, die des Hauses verwiesen wurden, als sie zu viel Geld verspielten? Aufgrund meiner jahrelangen Arbeit mit Spielern, würde es mich sehr wundern, wenn Sie eine Person kennen, auf die dies zutrifft.

Zu sagen, dass man Spielsucht nicht pauschalisieren kann, ist nur bedingt richtig. Der Grund bzw. der Einstieg und das Ausmaß einer Spielsucht variiert – keine Frage. Aber die Signatur der Sucht ist bei dem Großteil aller Spieler definitiv identisch. Dennoch glauben Glücksspielgrößen genau dort einen Schwachpunkt – bei meinen Büchern – gefunden zu haben. Man behauptet, die Selbsttherapie sei nicht erfolgreich, weil jeder Süchtige ein Individuum darstellt. Auch hier wird wieder nur eines getan, man versucht dem Spieler zu suggerieren, dass man nur in äußerst geringer Anzahl vorhanden sei. Schwachsinn.
Jeder Spieler, der mein Buch intensiv gelesen hat, weiß haargenau, dass ich mit meinen Worten die eigenen Gedanken besser denn je beschrieben habe. Wir Spieler ähneln uns allesamt, nur deshalb sind meine Bücher so erfolgreich und nur deshalb schaffen immer mehr Menschen den Ausstieg – ohne Rückfall. Über die ganzen Möchtegern-Therapeuten möchte ich gar nichts sagen, da sich diese Personen ganz alleine lächerlich machen, Therapeuten lernen im Studium keine waghalsigen Prognosen abzugeben – jeder staatlich anerkannte Therapeut wird dies bestätigen – , aber immer wieder finden sich selbsternannte Therapeuten im Internet, die mein Buch als gefährlich und Co. rezensieren – lächerlich.

Lassen Sie sich nicht verwirren, der Antispieler erweckt Ihre vorhandenen Kräfte und Sie werden durch das Lesen einen Weg finden, um die Sucht bändigen zu können, aber Sie müssen wollen, einsehen und akzeptieren.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen